Arm und Reich

Einige Firmen werden immer größer. Sie kaufen kleinere Firmen auf und machen immer größere Gewinne. Andere Firmen machen Konkurs. Woran liegt das? Was ist der Unterschied?

Natürlich kann man diese Frage nicht pauschal beantworten. Aber fest steht, dass die Firmen, die große Gewinne machen ihre Finanzen im Griff haben. Sie verfügen über ein gutes Controlling. Machen Teilbereiche keine Gewinne oder nicht in der gewünschten Höhe, so werden diese verkauft oder geschlossen. Die Firma investiert die erzielten Gewinne sofort in weitere lukrative Geschäfte, so dass sie oder der Konzern unaufhörlich wächst und die Gewinne steigert. Außerdem belohnt sie ihre Manager großzügig, was diese zu weiteren dieser Maßnahmen anspornt.

Kleinen Firmen fehlt oft das Interesse, das Know-how, die Zeit, die Fachleute, was auch immer. Und bei den Privatleuten sieht es nicht anders aus. Dabei ist das Prinzip immer das gleiche. Planung, Überwachung der Finanzen (Controlling), lukrative Geldanlage und Wiederanlage der Gewinne.

Leider wird es für Privatleute immer schwerer, ihre Finanzen im Griff zu behalten und etwas zu sparen, weil die realen Einkommen sinken und viele von Arbeitslosigkeit und Niedriglöhnen (z. B. durch die rigorosen Maßnahmen der großen Firmen) betroffen sind. Sie kommen gar nicht mehr in den Genuss des Zinseszinseffekts. Und dieser wirkt bei großen Geldanlagen natürlich wesentlich stärker als bei kleinen Sparguthaben. Viele sind überhaupt nicht in der Lage etwas zu sparen oder für ihr Alter vorzusorgen, sie versinken statt dessen in Schulden.

So wird die Schere zwischen Arm und Reich immer größer. Vielleicht sollten die Manager einmal über die Folgen ihres Tuns nachdenken und endlich verantwortlich handeln und zwar im Sinn unserer Gesellschaft und nicht eines Konzerns.

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